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letztes Update 04.05.2012
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Mona
Anno Domini 1337 kam ich in der bayerischen Herzogsstadt Landshut als uneheliche Tochter eines reichen orientalischen Kaufmannes und einer europäischen Töpfermeisterin zur Welt. Aufgrund meiner hellen Haut, dem damals blonden Haar und der blauen Augen nahm mein Vater mich im Kindesalter mit in seine Heimat in den Süden Anatoliens, wo ich unter äußerst verwöhnten Zuständen, aber mit nur wenigen Freiheiten aufwuchs.
Als ich langsam eine junge Frau wurde, weigerte ich mich entgegen aller strenger Erziehung und Hoffnungen meines Vaters, einen Freund und bedeutenden Handelspartner der Osmanischen Herrscherfamilie zu heiraten, woraufhin mein Vater mich in einem Anfall von Jähzorn aus der Familie verstieß. Drei Wochen nach seinem Ausbruch revidierte er seine Entscheidung reuevoll, doch ich war bereits in der Nähe Konstantinopels. Dort schloss ich mich einer Handelskaravane in Richtung Nordeuropa an. Mit einigen Entbehrungen und viel Glück setzte ich mich anderthalb Jahre später unauffällig in Landshut ab. Ich fragte mich durch die ganze Stadt nach dem kleinen Töpferladen meiner Mutter und wäre verloren gewesen, wenn ich nicht zufällig meinem Onkel mütterlicherseits über den Weg gestolpert wäre, der mich sogleich zu ihrem Laden brachte. Obwohl mein Haar dunkler und ich erwachsen war, erkannte sie mich sofort wieder und freute sich über meine Wiederkehr. So begann ich in ihrer Töpferei.
Eines schönen Tages kam ein junger Mann um eine Kiste Keramik abzuholen. Er war ein wenig schüchtern und sehr höflich, was für mich neu war, denn ich kannte Männer nur als herrschsüchtige und arrogante Rüpel. Er gefiel mir sehr gut! Meiner Mutter fiel auf, dass ich unkonzentrierter als sonst war und willigte einige Tage später ein, als der junge Mann überraschend um eine Anstellung als Gehilfe bat. Nur wenige Monate darauf verlobten wir uns.
1354 schlossen meine Mutter und ich uns gemeinsam mit der Familie meines Verlobten einer kleinen Truppe von Söldnern an, die derzeitig in Biburg lagerten und ziehen seither gemeinsam mit diesem verhauten Haufen durch die Lande, außerdem erfüllte sich der Traum eines eingesperrten Mädchens, die Kunst des Schwertkampfes zu erlernen. |
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